Oh Mann: Bianka Echtermeyer "Erwachsene Maenner, die Skateboard fahren" hier gibts den Text

Transient

Viel braucht es heutzutage nicht mehr für einen Shitstorm. Zwar ist es übertrieben wegen jeder Kleinigkeiten die Mistgabel und Fackel auszupacken, aber ab und an lohnt es sich dann doch. Im Fall des Artikels "Erwachsene Männer, die Skateboard fahren" von der Brigitte.de Redakteurin Bianka Echtermeyer ist es schon fast Pflicht ein wenig Lärm zu machen. Die Dame empfindet „Aggressionen“ wenn sie Männer jenseits der 25 auf einem Skateboard sieht. Mehr muss man nicht sagen, um zu verstehen woher der Shitstorm weht. Da die Brigitte Redaktion den Artikel schon längst wieder ausdem Netzt genommen hat, sind wir froh das wir im Blog von Moe noch fündig wurden.

“Es gibt Dinge, die lösen bei mir große Aggressionen aus. Das muss unterbewusst vorgehen, denn die Gründe sind mir zunächst nicht immer klar. Als ich in Hamburg umgezogen bin – vom schicken Eppendorf ins hippe St. Pauli – waren sie plötzlich da: erwachsene Männer, die Skateboard fahren. Zusammen mit anderen erwachsenen Männern und kleinen Jungen, die aber offensichtlich nicht ihre Söhne waren. Ich liebe den Kiez und seine Verrücktheit. Sogar die Touristen stören mich nicht. Aber bei Männern jenseits der 25, die ein Board zwischen sich und das Pflaster kleben, sehe ich nur noch Rot. Das sind oft Typen, die eine schräge Pony-Frisur tragen, nie lächeln und nach der Party von letzter Nacht riechen. Am liebsten würde ich die am ergrauten Schopf packen und anschreien: “Hör auf damit! Dafür bist du zu alt.”

Skateboards gehören zu kleinen Jungs. Basta. Nicht zu Menschen, die selbst Steuern zahlen und beim Orthopäden in Behandlung sind. Falls sich Männer über 30 austoben wollen, können sie gern schnelle Autos fahren, Fußball spielen oder auf Bäume klettern. Das stört mich nicht. Aber lasst bitte die Skateboards in Ruhe. Ich laufe ja auch nicht im rosa Tutu über die Straße. Aus manchen Dingen wächst man einfach raus: Das ist nicht spießig, das ist so. Und ehrlich: Erwachsen sein ist gar nicht schlimm. Versprochen.”

Natürlich sind wir keine Fans von unsachlichen und beleidigenden Kommentaren. Daher hätten wir es auch verstanden wenn Brigitte nur die Kommentarfunktion zu diesem Artikel geschlossen hätte. Doch den ganzen Artikel rauszunehmen, das ist doch schon ein wenig übertrieben. Schließlich geht im Netzt ja nichts verloren.